Gesundheitsversorgung

Reisen benötigt auch eine gewisse Vorbereitung hinsichtlich der Gesundheit. Nicht selten werden Mitteleuropäer besonders in Afrika mit Erregern konfrontiert, die unsere vom Gesundheitssystem her eher verwöhnten Organismen nicht gut verarbeiten können. Gesundheitsvorsorge ist also wichtig, denn längst nicht alle Impfungen sind zum Beispiel unbedingt Pflicht für die Einreise, obwohl sie sehr sinnvoll wären. Und auch sonst bedarf es einiger Vorbereitungen.

Eine wichtige gesundheitliche Vorbereitung für die Reise nach Botsuana trifft man, indem man sich zunächst um einen guten und aktuellen Tetanusimpfschutz kümmert. Weiterhin sind die Impfungen gegen Diphtherie, Polio und Hepatitis A sehr empfehlenswert. Wer länger als drei Monate im Land bleiben möchte, sollte auch einen ausreichenden Hepatitis B-Schutz haben.

Achtung bitte vor dem sogenannten Bilharziose-Erreger, der besonders häufig entlang des Okawango vorkommt. Hier kann man sich durch bloßes Waten oder Schwimmen in Binnengewässern bereits mit dem Erreger infizieren.

Wie viele afrikanische Länder verzeichnet auch Botsuana eine sehr hohe Anzahl von HIV- bzw. AIDS-Infizierten, sodass hier das Risiko einer Ansteckung durch Bluttransfusionen, unsaubere Spritzen oder Kanülen sowie ungeschützte Sexualkontakte sehr groß ist.

Die Schlafkrankheit tritt gerade in der Nähe der Okawango-Sümpfe besonders häufig auf. Ein guter Schutz gegen diese Erkrankung kann nur durch einen ausreichenden Schutz gegen Mückenstiche erzielt werden.

In größeren Städten und kleineren Orten gibt es Krankenhäuser. Allerdings sind Apotheken eher nur in größeren Städten zu finden, sodass die Reiseapotheke sehr gut ausgestattet sein sollte und auch an ausreichende Mengen von Medikamenten für eine Dauermedikation unbedingt gedacht werden sollte. Für ernstere Erkrankungen sollte ein Reisekrankversicherungsschutz mit Rücktransport abgeschlossen werden.