Ethnische Gruppen und Religion

In Afrika finden sich in vielen Ländern sehr viele Bevölkerungsgruppen, was auch durch die kolonialen Hintergründe des Kontinentes begründet ist. Auch in Botsuana finden sich viele Bevölkerungsgruppen, die auch sehr unterschiedlichen Religionsgruppen abgehören. Generell ist Botsuana aber eines der wenigen Länder Afrikas, das nicht wirklich muslimisch geprägt ist.

Die Verteilung der Religionsgruppen teilt sich derart auf, dass rund 49,2 Prozent der Bevölkerung örtlichen und traditionellen Glaubenrichtungen angehören. Protestanten bilden 29 Prozent der Bevölkerung des Landes. Etwa 11,8 Prozent der Bevölkerung sind afrikanische Christen. Etwa 9,4 Prozent sind Katholiken und 0,6 Prozent gehören anderen Religionen an.

Die rund 1,84 Millionen Einwohner von Botsuana bedingen, dass dieser Staat einer der dünnstbesiedelten der Welt überhaupt ist. Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung zeigt sich in Botsuana folgendermaßen:

75,5 Prozent der Bevölkerung gehören den Sotho-Tswana an. 12,4 Prozent sind Shona. 3,4 Prozent der Bevölkerung sind Buschleute namens San und weitere 2,5 Prozent bilden die Hottentotten, die in der Landessprache als Khoi Khoi bezeichnet werden. 1,3 Prozent sind Ndebele und 4,9 Prozent der Bevölkerung gehören anderen ethnischen Gruppierungen an, von denen wiederum etwa zwei Prozent Europäer sind.

Obwohl die Einwohnerzahl in den letzten Jahren stark angestiegen ist, gehört Botsuana noch immer zu den dünnbesiedelten Ländern. Wichtig zu wissen ist auch, dass ein großer Bevölkerungsschwund in allen ethnischen Gruppen durch die HIV- bzw. AIDS-Erkrankung zu verzeichnen ist.

Rund 800.000 Flüchtlinge aus Simbabwe sind auch in Botsuana zu finden eine Zahl von Ende des Jahres 2008.